Prostata-Operation wegen gutartiger Prostata-Vergrößerung

Bei gutartiger Prostatavergrößerung ist der operative sogenannte Goldstandard „die Ausschälung der Prostata über die Harnröhre“ (TURP). Damit wird eine Verkleinerung der Prostata erreicht. Der Druck der vergrößerten Prostata auf die zentral gelegene Harnröhre lässt nach. Damit kann auch die Entleerung aus der Harnblase wieder ungestört erfolgen.

Die wesentlichste Veränderung für die Sexualität die Männer nach einer TURP bemerken ist ein Fehlen von Samenflüssigkeit (Ejakulat) beim Geschlechtsverkehr. Durch das Ausschälen der Prostata gelangt der Samen beim Höhepunkt in den Urin. Der Samen wird dann mit dem ersten Urin nach einem Geschlechtsverkehr entleert. Wen dieses Faktum nicht stört, und das stört die wenigsten Männer in dieser Altersgruppe, hat nach dieser Prostataoperation eine ungestörte sexuelle Erlebnisfähigkeit. Im Gegensatz zu den Gerüchten bei vielen Männern hat diese Operation keinen Einfluss auf die Potenz oder besser gesagt auf die Erektionsfähigkeit.

Ist die Prostata größer als 100 g, das entspricht einem größeren Apfel, dann sollte überlegt werden ob die sehr große Prostata nicht besser mit einem Bauchschnitt entfernt werden soll. Eine Prostata von 100 g und größer wird erfahrungsgemäß durch eine Operation mit Schnitt gründlicher und schneller entfernt als durch eine Ausschälungsoperation über die Harnröhre. Etwa 98 % der Patienten wird heute über die Harnröhre (TURP) operiert. Diese Operationsmethode ist äußerst schonend. Der durchschnittliche Spitalsaufenthalt beträgt nur 2 – 5 Tage. Schwere Komplikationen sind selten; ein Patient vor einer Operation muß jedoch über alle möglichen Nebeneffekte aufgeklärt werden.

Bis 14 Tage nach einer Prostataoperation sollten sich die Patienten sehr schonen. Das heißt keine extremen Anstrengungen, keine schweren Arbeiten, aber, sie genießen uneingeschränkte Mobilität. Nach etwa 4 Wochen, wenn der Harn wieder völlig klar ist kann zu den normalen täglichen Aktivitäten zurückgekehrt werden.