Anamnese

Am Beginn jeder Untersuchung wegen Harninkontinenz steht die Anamnese. Die Vorgeschichte ergibt Aufschluß über die Art der Inkontinenz. Ist diese intermittierend oder ist der Harnverlust kontinuierlich? Tritt eine Drangsymptomatik auf und ist diese von einer Dranginkontinenz gefolgt? Besteht eine Nykturie und klagen die Patienten über eine dysurische Miktion? Sind anamnestisch Harnwegsinfektionen verzeichnet worden? Von Bedeutung ist, ob der Miktionsbeginn verzögert ist, ob der Harnstrahl abgeschwächt oder unterbrochen ist und ob es zu einer vollständigen oder unvollständigen Entleerung kommt.

Die physikalische Untersuchung beinhaltet auch einen neurologischen Status dieser Region. Es wird die Sensibilität von S3-S5 beurteilt. Der Bulbocavernosusreflex gibt eine Information über den sacralen Reflexbogen. Es wird außerdem der mentale Status beurteilt, sowie die Mobilität des Patienten. Die Medikation ist wichtig, denn sie hat einen wesendlichen Einfluß auf die Harninkontinenz.