Stress-Urethradruckprofil

Der Verschlußdruck (pura - pves = Pclos) wird elektronisch ermittelt. Nach EINHORNIG ist Kontinenz dann erreicht, wenn der Druck in der Harnröhre immer größer als der intravesikale Druck ist. Ausnahme: bei Miktion. Zum Harnverlust kommt es dann, wenn der Verschlußdruck negativ wird. Die Druckübertragung oder Drucktransmission an der proximaler Urethra ist bei reiner Streßinkontinenz erniedrigt, nach erfolgreicher Therapie scheint sie verbessert. Aber auch kontinente gesunde Frauen können eine negative Drucktransmission aufweisen. Negative Druckgradienten alleine sind kein Nachweis einer Streßinkontinenz aber sie mögen die Diagnose einer Streßinkontinenz unterstützen. Die Reaktivität des Beckenbodens auf Hustenstöße wird von manchen Autoren zur Indikationshilfe beim Beckenbodentraining herangezogen.