Stressinkontinenz

Eine leichte Streßinkontinenz kann mit einem Training des Beckenbodens wesentlich verbessert werden. Sogenannte Biofeedback-Techniken können die Trainingsergebnisse verbessern indem sie das Trainingsbemühen bewusst werden lassen. Da gibt es z.B. Beckenbodentrainingskurse, Druckmessungen in der Scheide und Harnröhre, Gewichte die man in der Scheide trägt (Femina Konen ®) und eine Elektrostimulation des Beckenbodens. Bei schweren Fällen bei denen eine Operation aufgeschoben werden muß können vorübergehend Scheidentampons verschiedener Größe den Harnverlust mildern (z.B.Prodry ®).

Ist die Senkung bzw. die Streßinkontinenz schwerwiegend, meistens benötigen diese Patientinnen mehr als eine Einlage pro Tag, und waren konservative Maßnahmen nicht erfolgreich, dann kommt eine Operation in Frage. Heute ist die TVT - Schlingenoperation die einfachste und wirkungsvollste Operationsmethode, wenn sie vom Erfahrenen richtig ausgeführt wird. Das erfordert eine sorgfältige Abklärung vor der Operation. Erst wenn für eine Operation gegenteilige Befunde ausgeschlossen sind, muss der Patientin die Operation und ihre möglichen Folgen erklärt werden. Es gibt noch weitere Operationsmethoden die ebenfalls einen bedeutendenden Stellenwert bei der Behandlung des weiblichen Harnverlustes haben. Nur wenn alle in Frage kommenden Operationsmethoden mit der Patientin besprochen sind, so wie deren Vor- und Nachteile, sollte man sich für den einen und richtigen operativen Eingriff entscheiden. Die einfache TVT - Operationsmethode hat im ersten Jahr bei 98 % aller Patientinnen sehr gute Behandlungserfolge. Pro Jahr man muss man mit einem Abnehmen der Erfolgsquoten um etwa 5 % - 10% rechnen, da das Gewebe wieder schwächer werden kann. Die erste Operation ist immer die wichtigste, da sie die besten Operationserfolge hat. Jede weitere Operation ist im Vergleich zur Erstoperation risikoreicher und weniger erfolgreich..